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Smartphone gesmasht – was nun?

Smartphones sind teuer und empfindlich. Runterfallen sollten sie möglichst nicht. Wenn aber doch, was sollte man tun? Wer repariert kaputte Handys? Und wer bezahlt die Reparatur?

Die Achterbahn ist der Extremfall, hier fliegen reihenweise Handys aus den Taschen. Und sehen dann ganz furchtbar aus. Im Alltag geht es nicht ganz so spektakulär zu, das Ergebnis ist aber durchaus ähnlich.

Wie entstehen Handyschäden?
Über die Hälfte aller Handyschäden entstehen durch Sturz. Einmal nicht aufgepasst, und schon ist es passiert. Zweithäufigste Ursache: Wasserschäden. Entweder beim Schwimmen oder im Badezimmer – es geht leider leichter, als man denkt. Eine weitere Möglichkeit: man setzt sich aus Versehen drauf – das kann schon reichen für einen Displayschaden.
Wer repariert kaputte Handys?
Viele Hersteller bieten an, das Smartphone zur Reparatur einzuschicken. Problem: das ist teuer und es kann Tage oder Wochen dauern, bis man das Handy wieder hat. Die Alternative sind Handy-Reparaturwerkstätten. Dustin Retzlaff hat sich für eine Werkstatt in Freiburg entschieden. Ihm ist das Handy bei Aussteigen aus dem Auto runtergefallen. Techniker wie Behzad Rahmuma reparieren täglich bis zu 20 Smartphones. Meistens ist das Display oder der Akku defekt. Ein Austausch klappt in einer viertel Stunde. Auch Wasserschäden kennt er zur Genüge. Vom Tipp, das nasse Handy tagelang in Reis zu legen, hält er indessen gar nichts. Und dann gibt es auch noch die “Do-it-yourself”-Methode. Im Internet lassen sich Ersatzdisplays und Spezialschraubenzieher leicht beschaffen. Die Profis raten allerdings davon ab.
Wer bezahlt die Reparatur?
Sollte das Handy in den ersten zwei Jahren nach dem Kauf kaputt gehen, gilt die gesetzliche Gewährleistung, darauf macht die Verbraucherzentrale aufmerksam. Darüberhinaus geben die Hersteller Garantie. Für beides gilt allerdings: selbst verursachte Schäden sind nicht abgedeckt, so Dunja Richter von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Bleibt noch die Handyversicherung. Sie gibt es in zahlreichen Varianten, kostet aber zwischen 50 und 100 Euro im Jahr.
Egal, wie man es dreht und wendet: die Smartphones können zwar alles, wenn sie allerdings kaputt gehen, wird’s teuer: 139 Euro muss Dustin Retzlaff für das neue Display bezahlen. Vorteil für ihn: keine 20 Minuten hat die Reparatur gedauert und er kann mit seinem Handy erleichtert den Laden verlassen.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/suedbaden/gut-zu-wissen-smartphone-gesmasht-was-nun/-/id=1552/did=17883388/nid=1552/ie3x9a/index.html